Sterbliche Maschinen (John Hobermann)
"Sterbliche Maschinen" aus den literarischen Quellen von John Hobermann entführt den Leser in eine Welt der obskuren sportlichen Ambitionen und der häufig auch sehr korrupten Welt der Höchstleistungen menschlichen Leistungsvermögen und den daraus resultierenden Ansprüchen an den jeweiligen Sportler. Denn man kann sagen, dass gerade Doping seit jeher die Sportwelt begleitet und hier für so manche Furore sorgte. Blankes Entsetzten stellte sich oftmals nach jedem entdeckten Fall von Dopingmissbrauch ein, wenngleich es sicherlich jedem bewusst ist, dass so manche sportliche Höchstleistung ohne eingenommene Substanzen nicht möglich wäre. Daher kann man sagen, dass Doping ein offenes Geheimnis ist, mit dem vermutlich mehr Sportler in Berührung kommen als jemals bekannt werden würde. So führt der Autor hier durch eine anerkannte Geschichte der Sportmedizin und erklärt anhand von anschaulichen Beispielen die zahlreichen unmenschlichen Höchstleistungen, die sich nicht nur allein auf ein gezieltes Training belaufen. Zudem erhält man informative Einblicke in den ländertypischen Sport und die Rassenideologie sowie auch in die bekannte deutsche Dopingdebatte im Jahre 1920 bis 1940. Hierbei werden auch die unterschiedlichen Rollen der Länder deutlich und man sieht auch die Veränderung der Dopingpolitik nach dem Kommunismus und dem Krieg. Gekonnt führt John Hobermann auch an die offene Frage der Zukunft im Bereich Doping heran und überlässt es hier dem Leser sich eine eigene unverfälschte Meinung zu bilden. "Sterbliche Maschinen" ist daher ein sehr empfehlenswertes Buch, dass sich mit der Sportgeschichte und der damit verbundenen Begebenheit Doping befasst.
Hardcover: 400 Seiten ISBN 3-89124-196-8